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Eisenhut (Aconitum napellus) Geschichte: Sein Name weist auf die helmförmige Blüte der Pflanze hin. Mit Giftkraut und Teufelswurz drückt man die Giftigkeit aus. Der Eisenhut enthält das stärkste Pflanzengift Mitteleuropas, das Alkaloid Aconitin. Merkmale: Der Eisenhut wird 15 bis 150 cm hoch und gehört zu den ausdauernden Pflanzen. Fast den ganzen Sommer über schmückt sich der Eisenhut mit violetten Blüten in dichten Trauben. Gartenformen gibt es in Hellblau, Dunkelblau und in Weiß. Gefährlichkeitsgrad: Sehr stark giftig und zwar die ganze Pflanze. Die stärkste Giftkonzentration aber steckt in Wurzeln und Samen.. Ein winziges Stückchen Wurzel von 2 bis 4 g wirkt absolut tödlich. Das Gift der Pflanze kann auch über die Haut aufgenommen werden. Hinweise für Eltern: Eltern mit Kindern sollten bei dieser Giftpflanze keine Kompromisse eingehen, hier sollte es heißen: Kein Eisenhut im Garten.
Aronstab (Arum maculatum) Geschichte: Durch den seltsamen Blütenstand wird der Aronstab in manchen Gegenden auch mit Wickelkinder verglichen und gab ihn liebliche Namen, wie z.B. Chrippenkindli und Heckenpüppchen. Mancherorts hieß er wegen des Giftgehaltes Teufelshütchen oder Schlangenbeer. Merkmale: Der Aronstab wird 15 bis 40 cm hoch und ist eine ausdauernde Pflanze. Die Blüten erscheinen im April oder im Mai. Die Früchte reifen von Juli bis September. Gefährlichkeitsgrad: Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Hinweise für Eltern: Auf Kinder kann sie in mehrfacher Weise verlockend wirken: Sie treibt sehr früh aus (Kinder pflücken gern erstes Grün) und die Blätter schmecken ähnlich wie Sauerampfer. Die Beeren sind leuchtendrot, saftig und süß.
Baumstechapfel, Engelstrompete (Datura arborea) Geschichte: Die Engelstrompete stammt aus Chile und Peru und erreicht dort Baumeshöhe. Seine langen, weißen Blütentrompeten duften in den Abendstunden Merkmale: Im Kübel wird die Pflanze kaum mehr als 1 bis 1,5 m hoch. Sie hat große, zugespitzte Blätter. Die Trompetenförmigen, weißen Blüten erscheinen den ganzen Sommer lang, bis zum Frost. Gefährlichkeitsgrad: Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Schon der Duft der Blüten soll narkotisierende Eigenschaften besitzen und bei empfindlichen Menschen Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen. Sollte ein Stückchen der Pflanze gegessen werden, ruft es dieselben Vergiftungserscheinungen hervor wie unser einheimischer Stechapfel, der starke halluzinogene Wirkstoffe besitzt. Hinweise für Eltern: Das Giftpotential dieser Kübelpflanze ist so groß, dass Eltern sich gut überlegen sollten, ob sie nicht lieber auf die Engelstrompete verzichten sollten, bis die Kinder verständig genug sind, um nichts davon zu essen.
Efeu (Hedera helix) Geschichte: Der Efeu, ein guter Klimmer mit Haftwurzeln, der Bäume, Häuser und Felsen malerisch umrankt, kann sehr alt werden. Merkmale: Der Efeu ist ein 3 bis 20 m hoch kletterndes Holzgewächs mit immergrünen Blättern. Im September/Oktober erscheinen grünliche, unscheinbare Blüten, aus welchen im März/April erbsengroße Beeren hervorgehen, die erst rötlich, später schwarz sind und bitter schmecken. Gefährlichkeitsgrad: Giftig. Das bezieht sich nur auf Blätter und Beeren. Nach dem Verzehren großer Mengen von Beeren sind tödliche Vergiftungen vorgekommen. Hinweise für Eltern: Eltern kann man ein wenig die Angst vor dieser Pflanze nehmen, da die Beeren sehr unauffällig sind und zudem noch bitter schmecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder große Mengen essen , ist gering. Beim Verzehr weniger Beeren ist das Aufsuchen eines Arztes nicht erforderlich.
Maiglöckchen (Convallaria majalis) Geschichte: In einigen Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts wurde das Maiglöckchen als die Lilie der Täler bezeichnet. Im 16. Jahrhundert genoss es großes Ansehen und wurde zum Symbol des Arztes. Später geriet es in Vergessenheit. Wegen seiner Giftigkeit spielt es in der Volksmedizin kaum eine Rolle. Merkmale: Die Pflanze wird 10 bis 20 cm hoch und ist ausdauernd. Im Mai trägt es glöckchenförmige, wohlriechende, weiße Blüten. Im Juli und August reifen die kugeligen, scharlachroten Beeren. Gefährlichkeitsgrad: Die ganze Pflanze, besonders Blüten und Früchte sind sehr stark giftig. Bis zu fünf Beeren werden meist symptomlos vertragen. Bei größeren Mengen sind ernsthafte Vergiftungserscheinungen zu erwarten. Hinweise für Eltern: Meist sind es die Eltern selbst, die ihre Kinder mit der beliebten Pflanze bekannt machen, sie zum Maiglöckchenpflücken mitnehmen, ohne an die Folgen zu denken.. Wenn Kinder da sind, sollte das Maiglöckchen nicht im Garten gepflanzt werden.
Narzissen (alle Arten) (Narcissus spec.) Geschichte: Einer alten Legende zufolge verliebt sich der Jüngling Narziß in die Schönheit seines Spiegelbildes im Wasser und verwandelt sich in eine Blume, die seinen Namen trägt. Die giftigen Eigenschaften der Pflanze waren schon in der Antike bekannt. Merkmale: Die Narzisse ist ein Zwiebelgewächs mit langen, schmalen Blättern und gelben, trompetenförmigen Blüten. Gefährlichkeitsgrad: Alle Teile der Pflanze sind giftig, besonders die Zwiebel. Erbrechen und Durchfall sind die häufigsten Vergiftungserscheinungen. Bei Gärtnern und Floristen, die viel mit den Zwiebeln arbeiten, kann es zu starken Hautentzündungen kommen. Hinweise für Eltern: Eltern sollten keine Narzissenzwiebeln offen herumliegen lassen, Kinder könnten sie mit Speisezwiebeln verwechseln.
Oleander (Nerium oleander) Geschichte: Der Oleander ist im Mittelmeerraum heimisch und bei uns als Kübelpflanze seit langem beliebt. Merkmale: In seiner Heimat wird er bis zu 5 m hoch. Seine Blätter sind immergrün, lederartig und schmal. Von Juli bis September erscheinen große, zu Rispen vereinigte Blüten. Die Früchte sind schotenartige Kapseln mit zottigen Samen. Gefährlichkeitsgrad: Die ganze Pflanze ist stark giftig. Sie ruft heftige Reaktionen hervor, auch Atemlähmung nach einigen Stunden. 8 bis 10 Samen sollen die tödliche Dosis für einen Erwachsenen sein. Für Kinder entsprechend weniger. Hinweise für Eltern: Eltern sollten sich darüber im klaren sein, dass die schöne Kübelpflanze fast direkt im Wohnbereich steht und Kinder zum Spielen mit Blüten und anderen Pflanzenteilen verlockt. Anderseits schmecken die Pflanzenteile sehr bitter, das hält vom Verzehr ab. Sollte doch etwas davon verschluckt werden, kommt es meist rasch zu Erbrechen, was schwere Vergiftungen verhindert.
Schwarzer Nieswurz (Helleborus niger) Geschichte: Der Name bezieht sich auf die starke örtliche Reizwirkung der Pflanze, von der auch Nasenschleimhäute betroffen werden. Nach der Blütezeit, die in warmen Wintern schon zu Weihnachten stattfindet, heißt sie auch Christwurz. Merkmale: 15 bis 30 cm hoch, ausdauernd mit kräftigem Wurzelstock. Die weißen, bisweilen schwachrosa Blüten erscheinen entweder schon im November-Dezember oder in kalten Wintern, erst im Februar bis April. Gefährlichkeitsgrad: Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig und zwar in allen Teilen. Eine Vergiftung kann in Ausnahmefällen und ohne ärztliche Hilfe zum Tod durch Atemlähmung führen. Hinweise für Eltern: Eltern, die Gartenformen der Nieswurz gepflanzt haben, sollten ihre Kinder dringend vor dem Spielen mit der Pflanze warnen. Besser wäre es, solange die Kinder klein sind, Nieswurz gar nicht im Garten zu halten.
Seidelbast (Daphne mezereum) Geschichte: Der Seidelbast war einst eine wichtige Gift- und Heilpflanze. Man verwendete das starke Gift, um Insekten abzutöten.. Die Bezeichnung Seidelbast soll auf die Imker zurückgehen, die die Pflanze wegen der frühen Blütezeit für ihre Bienen schätzten. Merkmale: Der Seidelbast ist ein etwa 1,5 m hoher Strauch mit schmalen, hellgrünen Blättern, die erst nach der Blüte erscheinen. Im Februar, selten bis April, leuchten rosa- bis purpurrote Blüten, die betäubend duften. Im Juli/August entwickeln sich scharlachrote, erbsengroße, saftige Beeren. Gefährlichkeitsgrad: Alle Pflanzenteile sind sehr stark giftig, besonders die Beeren, die Rinde und die Samen. 10 bis 12 Beeren sind für Erwachsene tödlich. Der Seidelbast enthält ein starkes Hautreizgift. Beeren rufen brennende Schmerzen in Mund, Rachen und Magen hervor. Hinweise für Eltern: Eltern mit kleinen Kindern wird dringend geraten, Seidelbast nicht im Garten zu pflanzen. Die leuchtenden Blüten, die roten, saftigen Beeren wirken ungemein verlockend auf Kindern.
Lupine (Lupinus polyphyllus) Geschichte: Die Kultur der Lupine reicht weit in die Antike. Die eiweißreiche Pflanze wurde zur Gründüngung angebaut und nach der Entbitterung auch als Viehfutter verwendet. Im 12. Jahrhundert zogen sie als Zier- und Heilpflanze in die Gärten ein. Merkmale: Die Pflanze ist ausdauernd, wird bis 1,5 m hoch, und ihre Blätter sind fingerförmig in 3 bis 15 Teilblättern geteilt. Die Blüten erscheinen von Juni bis August. Anschließend beginnen in ledrigen Hülsen kleine rundliche Samen zu reifen. Gefährlichkeitsgrad: Die Pflanze ist stark giftig. Der Giftgehalt konzentriert sich in den Samen. Die Giftsymptome können, je nachdem wie viel von den Samen verzehrt werden, beträchtlich sein, vor allem die aufsteigende Lähmung, die bei vollem Bewusstsein einsetzt, macht Schaudern. Hinweise für Eltern: Eltern die Lupinen im Garten haben, sollten verblühte Blumenstängel abschneiden, so dass sich die Hülsen mit den giftigen Samen nicht ausbilden können. Mehr als zwei Hülsen verursachen Vergiftungserscheinungen.
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